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CargoLifter mit Kapital ausstatten

Wolfgang Pest, Vorsitzender der Initiative Zukunft in Brand e.V.


Sehr geehrte Damen und Herren Mit-Aktionäre,

 

im Jahre 2002 ist eines der ehrgeizigsten Projekte der deutschen Luftfahrtgeschichte, der Bau und weltweite Einsatz des Großluftschiffs CL 160 zur Beförderung und zum punktgenauen Absetzen von übergroßen Frachten, der CargoLifter, wirtschaftlich gescheitert. Ein großer Teil der Leser dieser Lifter-News gehört zu dem Kreis, der sich persönlich mit seinem Geld für diese Zukunftstechnologie engagiert hat und leider das eingesetzte Geld verloren hat. Doch – ist CargoLifter tatsächlich gescheitert? War alles vergebens?


Das wäre der Fall, wenn niemand an der Umsetzung des Geschäftsmodells weiterarbeiten und die begonnene Arbeit fortsetzen würde. Doch nicht nur Teile des ehemaligen Managements, sondern vor allem eine Vielzahl von Aktionären, die ihren Kapitaleinsatz nicht als Mittel zum raschen Geldverdienen, sondern als Beitrag zur Realisierung einer chancenreichen Technik verstanden haben, gaben nicht auf, sondern gründeten einen Zusammenschluss Gleichgesinnter – unseren Verein Initiative Zukunft in Brand – und später dann ein neues Unternehmen, die CL CargoLifter GmbH & Co KG a.A. (abgekürzt CL KGaA). Denn nur durch die Errichtung eines neuen Unternehmens kann es den CL-Aktionären ermöglicht werden, eines Tages doch noch einen Erfolg ihres Engagements zu sehen. Dem Verein ist es gelungen, einem namhaften Windkrafthersteller das Kranballon-Projekt vorzustellen und ihn an CargoLifter zu vermitteln. Weiterhin hat der Verein ein Geschäft mit Leichter-als-Luft-Technik angebahnt, das geeignet ist, Einnahmen und Überschüsse zu erwirtschaften, ohne dass zuvor Entwicklungsleistungen erbracht werden müssten: Dabei geht es um den Betrieb eines Aussichts- und Erlebnisballons nach dem Muster des CL-HighRise, wie er von 2000 bis 2001 auf dem Werftgelände "Brand" betrieben wurde. Unser stellvertretender Vorsitzender, Andreas Werner, wurde sogar als Geschäftsführer berufen.


CargoLifter steht also wieder in den Startlöchern – diesmal mit einem Schritt-für-Schritt-Ansatz, um relativ kurzfristig zu Einnahmen und Überschüsse zu erzielen, auf denen ein gesundes organisches Wachstum gründen kann. Selbstverständlich wird auch der spätere Betrieb von Transport-Großluftschiffen nicht aus den Augen verloren, muss aber – da sind wir uns mit der Geschäftsführung einig - als unternehmerische Vision vorerst hinter näher liegenden, mit überschaubarem Risiko erreichbaren Zielen zurück stehen.
Aber - die Projekte, denen sich CargoLifter gegenüber sieht, so vielversprechend sie auch sein mögen, müssen vorfinanziert werden. Kunden sind nicht zugleich Investoren, auch das haben wir durch "CargoLifter I" lernen müssen. Wer Windkraftwerke baut, kauft keine Baustellengeräte, sondern er mietet sie. Er bezahlt für die Dauer des Einsatzes des fertiggestellten und zugelassenen Arbeitsgerätes. Für die Vorfinanzierung der Entwicklungs- und Herstellungskosten kann man aber auch nicht auf Banken zurückgreifen, solange man keine anerkannten Sicherheiten beleihen kann. Es hilft alles nichts: Eigenkapital muss beschafft werden.
Um die Risiken eines erneuten Scheiterns zu minimieren, hat die CL KG so gut wie keine wiederkehrenden oder langfristigen Verpflichtungen. Sämtliche Kosten für menschliche Arbeits- und Geisteskraft werden auf Vertragsbasis erbracht und können jederzeit gestoppt werden. Es gibt keine Sozialversicherungsbeiträge und dergleichen und Bankschulden sowieso nicht. Im Falle ausbleibender Kapitalversorgung könnte sich das Unternehmen „einigeln“ und nahezu alle Ausgaben einstellen. Auch wird die neue Gesellschaft nicht wieder hohe Entwicklungsrisiken tragen müssen, denn diese sollen auf Joint-Venture-Unternehmen ausgelagert werden, an denen externe Investoren beteiligt werden.


Nach unserem Dafürhalten ist das neue CargoLifter-Unternehmen eine Beteiligung wert.

Für gute Geschäftsideen lassen sich heute, im Gegensatz zu den Krisenjahren 2000 bis 2003, durchaus Mittel auf dem Kapitalmarkt auftreiben. Unsere Mission und die der Gesellschaft ist es jedoch, dass die alten Aktionäre der CargoLifter AG einbezogen werden und die von ihnen gelegte Saat nicht von "Heuschrecken" geerntet wird. Noch können Aktionäre der CargoLifter AG Anteile der neuen Gesellschaft zu dem Bezugspreis von 2,- Euro pro Aktie erwerben. Natürlich bestehen auch hier wie bei jeder unternehmerischen Beteiligung Risiken – aber vielleicht bedarf so ein ehrgeiziges Projekt wie alle wirklich großen Innovationen eines zweiten Anlaufs – und da würden wir es begrüßen, wenn auch Sie in einem überschaubaren Umfang wieder mit dabei wären.

 

In diesem Sinne möchten wir Sie zu einer Beteiligung an der Fortführung der CargoLifter-Geschäftsidee ermuntern. Die Mindestanlagesumme beträgt 500,- Euro. Beteiligungsanfragen senden Sie bitte direkt an die Gesellschaft unter info(-a-t-)cargolifter.info oder die sonst im Impressum der LifterNews genannten Kontaktadressen.

 

 

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