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01. November 2005
Sehr geehrte Unterstützer der Initiative Zukunft in Brand,
nach über einem Jahr senden wir Ihnen heute wieder einen Newsletter, um Sie über den aktuellen Stand unserer Bemühungen im Interesse der Aktionäre und Befürworter der CargoLifter AG sowie zur Förderung der Leichter-als-Luft Technologie zu unterrichten. Aktuelle Informationen erhalten Sie jederzeit über die Seiten
www.zukunft-in-brand.de (beachten Sie hierbei bitte auch das "Forum"),
sowie über
www.cargolifter.info.
Die heutigen Themen:
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1. CargoLifter wurde neu gegründet
2. Bundestagsausschuss veröffentlicht TAB-Studie
3. Immaterialrechtsgüter vom Insolvenzverwalter an Zeppelin verkauft
4. Delcon gründet mittelständische Unternehmens-Cluster
5. Tropical Island: Geschäftszahlen wie erwartet unbefriedigend; Neuer Chef
6. Kunstausstellung thematisiert CargoLifter als "verpasste Gelegenheit"
7. Arbeitsweise der Insolvenzverwalter unter öffentlicher Kritik
8. Kurs der CargoLifter-Aktie spielt verrückt
9. Forum; Webseite; Vereinsadresse
10. Aufruf zum Beitritt zur Initiative Zukunft in Brand
1. CargoLifter wurde neu gegründet
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Wie wir alle wissen, ist die CargoLifter AG auf dem Weg zu ihrem Ziel stecken geblieben und musste im Juni 2002 aufgrund Kapitalmangels Insolvenz anmelden. Alle noch so intensiven Bemühungen seit diesem Zeitpunkt, etwas von dem Erreichten zu Gunsten der Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden zu retten, sind bisher an mangelndem Willen des Gläubigerausschusses, des Insolvenzverwalters und der Brandenburger Wirtschaftspolitik gescheitert. Was bleibt, ist der Rechtsweg. Besonders bitter, aber auch Hoffnung gebend, ist der Umstand, dass in den über drei Jahren immer wieder Anfragen von potenziellen Kunden sowohl an den CargoLifter-Vorstand und -Aufsichtsrat, als auch an unseren Verein nach Lufttransporten von Schwergütern heran getragen worden sind, denen wir leider eine Absage erteilen mussten. Das unterstreicht, was eigentlich nie ernsthaft angezweifelt werden konnte: der Markt für diese Transporte ist nicht nur vorhanden - er ist unermesslich.
Aus diesem Grund wurde kürzlich die CL CargoLifter GmbH & Co Kommanditgesellschaft auf Aktien gegründet und am 8.9.2005 ins Handelsregister Berlin-Charlottenburg eingetragen. Diese neue Gesellschaft ist rechtlich und wirtschaftlich unabhängig von der CargoLifter AG i.I. und somit dem Einfluss des Insolvenzverwalters entzogen. Vorausgegangen war eine Geldsammelaktion auf ein vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Herrn Middelmann, eingerichtetes Treuhandkonto. Viele CargoLifter-Aktionäre, deren E-Mail-Adressen dem CargoLifter-Aufsichtsrat bekannt waren, reagierten auf einen entsprechenden Aufruf und zahlten Geld in ein Treuhandkonto ein, dessen Summe die Erwartungen deutlich übertraf. Bei der Gründung trat Herr Middelmann stellvertretend für alle Einzahler als Gründungsaktionär auf und komplettierte die Anzahl der Gründungsaktionäre auf die gesetzlich vorgeschrieben Mindestanzahl von fünf. Von einer größeren Anzahl von Gründungsaktionären wurde zu diesem Zeitpunkt abgesehen, um den bürokratischen Aufwand zu begrenzen. Nach der nun erfolgten Eintragung wird Herr Middelmann die entsprechenden Aktien auf die Treugeber übertragen.
Mit der Geschäftsführung ist die ebenfalls kürzlich neu gegründete CLifter GmbH beauftragt, deren Geschäftsführer Mirko Hörmann damit automatisch die "CargoLifter KGaA" vertritt. Mirko Hörmann ist bekanntlich zugleich Mitglied des Aufsichtsrats der CargoLifter AG i.I., Mitgründer der "Aktion Zukunft in Brand", aus der unser Verein hervorgegangen ist und außerdem Mitglied unserer Initiative Zukunft in Brand e.V. Somit ist ein langjährig äußerst engagierter "Kleinaktionär" nunmehr der neue CargoLifter-Chef! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern, nämlich Dr. Carl von Gablenz, Christoph von Kessel und Arnd Middelmann. Dr. von Gablenz sitzt dem Aufsichtsrat vor. Dr. Dirk Spaltmann wurde zum Ersatz-Aufsichtsrat gewählt (er rückt damit automatisch nach im Falle des dauerhaften Ausscheidens eines ordentlichen Aufsichtsratsmitglieds). Dr. Spaltmann ist seit Mai 2005 Mitglied des Vorstands der Initiative Zukunft in Brand e.V.
Der Satzungsgegenstand der Gesellschaft sind "die Vermarktung und Nutzung der Leichter-als-Luft-Technologie für das Heben und Transportieren von Frachten und Gegenständen." Zweck der Gesellschaft ist es, "unter Wahrung der Interessen der Aktionäre der CargoLifter AG i. I. die Entwicklung der Leichter-als-Luft-Technologie im Sinne des von CargoLifter eingeschlagenen Weges voranzutreiben".
Die "CargoLifter neu", wie sie auch genannt wird, hat also nicht die Entwicklung und Herstellung, sondern nur die Vermarktung und Nutzung von LTA-Transportmitteln zur Aufgabe. Sie wird zunächst den Markt sondieren und später gegebenenfalls LTA-Geräte bestellen und anzahlen, noch später dann betreiben. Dies soll das als schmerzhaft erlebte Entwicklungsrisiko von ihren Kommanditaktionären fern halten.
Die Postanschrift der neuen Gesellschaft ist zugleich die der Berliner Rechtsanwalts- und Notariatskanzlei R|S|K Richter Scholz Kollegen in der Sophie-Charlotten-Str. 57/58 in 14057 Berlin. Die E-Mail- und Web-Adresse ist identisch mit der des Vorstands und Aufsichtsrats der CargoLifter AG i.I: kontakt(-a-t-)cargolifter.info
bzw.
www.cargolifter.info.
Das Grundkapital beträgt 250 000 Euro. Weitere Aktionäre werden derzeit nur aus den Kreisen der CargoLifter-Altaktionäre, die sich in einer Aktionärsliste von September 2003 befinden, aufgenommen. Sie bezahlen kein Aufgeld (Agio) und erhalten die Aktien der "Cargolifter neu" zum Nennwert. Damit wird der finanzielle Beitrag der Cargolifter-Altaktionäre zu den Werten, die die CargoLifter AG geschaffen hat, und zu dem Know-how, das die finanziert haben und auf das sich die neuen Geschäfte stützen, gewürdigt und in einem bescheidenen Umfang "entschädigt". Später werden weitere Aktionäre aufgenommen, müssen dann aber Aufgeld bezahlen.
Eine der ersten Aufgaben, der sich die neue Gesellschaft zuwenden wird, ist die Kontaktaufnahme mit den CargoLifter-Altaktionären.
Weiterhin wird sie Marktuntersuchungen über das Potenzial verschiedener Varianten von Leichter-als-Luft-Geräten zum Heben und Transportieren von Lasten vornehmen und selbstverständlich potenzielle Kunden ansprechen.
Bitte beachten Sie auch diese Presse-Links:
morgenpost.berlin1.de
www.sueddeutsche.de ("Die sieben Leben von CargoLifter")
2. Bundestagsausschuss veröffentlicht TAB-Studie
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Das Büro für Technikfolgenabschätzung (TAB) beim Deutschen Bundestag veröffentlichte mit seinem Arbeitsbericht Nr. 97 vom November 2004 eine Studie über die Potenziale der Leichter-als-Luft-Technologie. Der Bericht beginnt mit der geschichtlichen Entwicklung. Ausgehend von der Annahme, dass diese Technologie von einem Optimierungsstadium, wie es in der allgemeinen Luftfahrt erreicht ist, noch relativ weit entfernt ist, beschäftigt er sich mit dem Forschungs- und Entwicklungsbedarf (Hüllenmaterialien, Struktur und Konstruktion, Antriebstechnologien und Steuerung, Traggasmanagement, Bordsysteme).
Einsatzfelder und Marktpotenziale sieht die Studie im Bereich Werbung und Tourismus als "Mitnahmemarkt" bei bereits bestehenden Systemen. Als besonders zukunftsträchtig werden Stratosphären-Plattformen für Telekommunikation und Überwachungsaufgaben sowie der Cargo-Markt gesehen. Für die einzelnen Einsatzbereiche wird die Konkurrenzsituation analysiert, im Anhang werden auch einzelne Projekte und Entwicklungsstadien erwähnt (z.B. auch HGZ129, SkyCat, Walrus, CargoLifter).
Als Markthemmnisse werden primär die hohen Entwicklungskosten und das hohe Risikopotenzial genannt. Wichtige benötigte Technologien seien noch relativ weit von der Einsatzreife entfernt. Die Tatsache, dass die USA in diesem Feld eine Reihe offenbar aufeinander abgestimmter, militärischer Entwicklungsprogramme betreibe, lasse vermuten, dass das Thema eine hohe Priorität erhalten habe. Viele Experten erwarteten, dass eine militärisch getriebene Basisentwicklung einen Technologie-Push auslösen könnte, der auch der zivilen Anwendung der Leichter-als-Luft-Technologie neue Perspektiven eröffne.
Auch auf die Möglichkeiten der Leichter-als-Luft-Technologie in sich entwickelnden Ländern wird eingegangen, ebenso auf Umweltaspekte.
Im Ergebnis der Studie geht es um Empfehlungen für die staatliche Unterstützung der Leichter-als-Luft-Technologie. Dabei wird der Aufbau einer "Leichter-als-Luft"-Forschungs- und Entwicklungsstelle und die Intensivierung des wissenschaftlichen Austauschs in Deutschland, aber auch weltweit empfohlen.
"Im CargoLifter-Projekt ist Forschung und Entwicklung intensiv betrieben und das Know-how zur Leichter-als-Luft-Technologie in vielen Punkten entscheidend erweitert worden. Das Büro empfiehlt, dieses Wissen - soweit möglich - zu sichern und aufzubereiten; die Ergebnisse sollten der Öffentlichkeit zugänglich sein."
Es wird angeregt, verlässliche Regeln und Standards zum Betrieb von Luftschiffen zu erarbeiten, die momentan nur rudimentär existierten.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass unter der Bedingung, dass die Technologieführerschaft Deutschlands auf diesem Gebiet erhalten werden soll, zu prüfen wäre, ob die öffentliche Hand ein Förderprogramm auflegen sollte, um die technologische Machbarkeit insbesondere von Stratosphärenplattformen und Luftschiffen zum Schwerlasttransport zu demonstrieren, sowie den Bau von Prototypen voranzutreiben.
"Um realistische Aussichten auf Erfolg zu haben, müsste eine solche Förderstrategie langfristig ausgerichtet sein, mit einer Zeitperspektive von 10-15 Jahren. Das Gesamtvolumen eines solchen Programms sollte über die gesamte Laufzeit bei 300-400 Mio. Euro liegen. Vertretbar wäre dies allerdings nur, wenn gleichzeitig in erheblichem Umfang industrielle Eigenmittel mobilisiert werden könnten."
Obwohl diese Studie nicht alle Aspekte behandeln kann, gibt sie unserer Meinung nach einen wichtigen, wenn auch teilweise etwas zu skeptischen Überblick über den wirtschaftlichen und technischen Stand und die Perspektiven der Leichter-als-Luft-Technologie.
Die Arbeit kann unter folgendem Link kostenlos abgerufen werden:
Tab-Studie (Acrobat Reader erforderlich)
3. Immaterialrechtsgüter vom Insolvenzverwalter an Zeppelin verkauft
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Ein langer Kampf ging im August 2005 vorerst zu Ende. Am 24.8. meldeten die Nachrichtenagenturen, dass die Luftschiffbau Zeppelin GmbH das Know-how aus der Insolvenzmasse der Cargolifter AG erworben habe. Vorausgegangen war ein mindestens neun Monate lang intensiv geführtes Bemühen, die so genannten "Immaterialrechtsgüter" (Immaterial Properties, IP) der CargoLifter AG in ein Institut mit Sitz in Wildau, Brandenburg, zu übertragen und für die Allgemeinheit zur Verfügung zu halten. Letztlich erwies sich der Kampf als Scheinkampf, bei dem sich auch gestandene Bundestagsabgeordnete in ihrem Engagement für einen Verbleib des CargoLifter-Knowhows in Brandenburg an der Nase herum geführt fühlten.
Bereits die TAB-Studie schlägt vor, das in Deutschland verstreut vorhandene LTA-Fachwissen an einer Forschungs- und Entwicklungsstelle zu bündeln und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Zentrale Aufgaben dieser Stelle wären: die Kooperation der Akteure der Leichter-als-Luft-Forschungslandschaft zu fördern, das vorhandene Know-how zusammenzutragen und mit dem Ziel der Vermarktung aufzubereiten sowie eine Systematik der Produktentwicklung für zukünftige Leichter-als-Luft-Projekte zu erstellen. Auf diese Weise könnte - so die TAB-Studie - eine Leichter-als-Luft-Forschungs- und Entwicklungsstelle als Multiplikator zur Sicherung der Technologieführerschaft Deutschlands wirken.
Nachdem der Gläubigerausschuss im Dezember 2004 jedoch beschlossen hatte, eine weltweite Ausschreibung zum Verkauf der IP durchzuführen, regte sich Widerstand nicht nur im "CargoLifter-Umfeld", sondern auch die Bundestagsabgeordneten Cornelia Behm (B90/Grüne), Stephan Hilsberg (SPD) und Jürgen Türk (FDP) machten sich dafür stark, die IP in Brandenburg zu belassen, wo sie entstanden sind und wo auch ein großer Teil der Ingenieure, die damit noch etwas anfangen können, immer noch ansässig ist. Auch in Teilen der Landesregierung gab es Unterstützung für diesen Plan. Mit Unterstützung der Fachhochschule Wildau, dem Bund der Selbständigen Brandenburg, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald und der Delcon GmbH wurde daher die Gründung eines Deutschen Leichter-als-Luft-Instituts unter der Leitung von Prof. Andreas Gebhardt mit Sitz in Wildau vorbereitet, das diese Aufgabe im Sinne der Anregungen der TAB-Studie übernehmen sollte. Vorgesehen war, die IP kostenfrei aus der Insolvenzmasse zu übernehmen und zu erhalten. Eine bewertende Untersuchung war nämlich zu dem Schluss gekommen, dass die Patente nicht eigenständig verwertbar seien, sondern nur innerhalb eines organisatorischen Rahmens, der die nötigen Ressourcen zur Umsetzung der beschriebenen Technologie bereitstellt. Gleichwohl verursacht die Aufrechterhaltung der Patente nicht unerhebliche Kosten.
Am 19.2. erzielten alle Teilnehmer eines Meetings In Wildau - darunter auch ein Vertreter des Insolvenzverwalters - Übereinstimmung dahingehend, dass die CargoLifter IP in das Institut übertragen werden könnten, wenn diese auch für alle Teilnehmer der Technologie offen sei. Bedauerlicherweise hat Herr Dr. Sträter als damals noch amtierender Geschäftsführer der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH trotz Einladung an diesem Treffen nicht teilgenommen. Obwohl bis dato die geschaffenen CargoLifter Werte eher abwertend beurteilt wurden, begann nun eine sich über Monate hinziehende, teilweise sehr merkwürdige Auseinandersetzung um diese Werte. Nachdem trotz entgegengesetzter Äußerungen von Herrn Dr. Sträter bekannt wurde, dass er plane, ein Angebot zum Erwerb der CargoLifter-IP abzugeben und sehr schnell erkennbar wurde, dass der Insolvenzverwalter alles daransetzen werde, dass nicht die Kreise der ehemaligen Eigentümer zum Zuge kommen würden, wurde auf CargoLifter-Seite eine Bietergemeinschaft gebildet aus Delcon GmbH, CLifter GmbH i.G. und der Initiative Zukunft in Brand e.V., um den Betrag von 50 000 Euro zu bieten, der größtenteils von CargoLifter-Aktionären zur Verfügung gestellt worden war. Damit sollte verhindert werden, dass die Unterlagen der Verfügungsmöglichkeit durch die CargoLifter-Aktionäre entzogen, also "weg gesperrt" würden. Unser Angebot beinhaltete die Gemeinnützigkeit, den Verbleib in Brandenburg, die enge Zusammenarbeit als angeschlossenenes Institut an die Hochschulen Brandenburgs und garantierte die (kostenpflichtige) Aufrechterhaltung der wichtigsten Schutzrechte.
Obwohl die Bietergemeinschaft der Zeppelin Luftschiffbau eine 50-prozentige Beteiligung an dem Institut und einen zweiten Sitz in Friedrichshafen anbot, bestand man auf einer exklusiven Zeppelinlösung, mit der der Insolvenzverwalter wieder einmal den politisch besetzten Gläubigerausschuss zu einer Entscheidung gegen CargoLifter nötigte. Die zahlreichen Einigungsversuche unter Einschaltung der Professoren Kröplin und Gebhardt und Vermittlung durch die Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz (BBAA) führten zumindest dazu, dass das Angebot der Luftschiffbau Zeppelin inhaltlich letztlich den Zielen der Bietergemeinschaft immer ähnlicher wurde. Das wie immer merkwürdige Verhalten des Insolvenzverwalters, Terminverschiebungen in letzter Minute und das Schaffen von Fakten in der Zeit bis zum Ersatztermin, lassen das gesamte Verfahren eher als ein inszeniertes Theater und eine Farce erscheinen (vgl. Pressemitteilung von Cornelia Behm, MdB, B90/Die Grünen), bei dem sich letztlich die Luftschiffbau Zeppelin durchsetzte, die dem Vernehmen nach 120 000 Euro geboten haben soll, deren Angebot jedoch ansonsten große Ähnlichkeit mit dem der Bietergemeinschaft zeigt.
Damit konnte zumindest indirekt erreicht werden, dass die Werte nicht ins Ausland verschoben wurden, sondern entsprechend der Intention der TAB Studie nun der allgemeinen Forschung hier in Deutschland zur Verfügung stehen. Außerdem konnte unter Vermittlung der BBAA erreicht werden, dass die Bietergemeinschaft einen der Beiräte des künftigen Instituts der Leichter-als-Luft-Technologie Deutschland GmbH mit Sitz in Friedrichshafen und Cottbus erhalten soll, sowie das Wildauer Institut zusammen mit der TFH Wildau und der BTU Cottbus auch Partner des künftigen Instituts werden wird. Die Parteien haben sich auch außerhalb des Insolvenzverfahrens darauf verständigt, dass man künftig doch enger zusammenarbeiten will. Nachdem der Insolvenzverwalter der neuen CargoLifter Gesellschaft auch die Nutzung des Namens zugesagt hat und die Bietergemeinschaft eine Zweitoption auf die Patente erhalten soll, stellt das Ergebnis durchaus eine Arbeitsbasis für die Zukunft dar. Der energische Einsatz der "CargoLifters" und auch die finanzielle Unterstützung durch die Aktionäre haben sich somit in jedem Fall gelohnt und mit der neuen CL CargoLifter GmbH & Co KG auf Aktien ist gleichzeitig auch das Signal für den Neubeginn gesetzt worden.
Folgende Links geben einen Einblick darin, welche Wellen das Ringen um den Verbleib der CargoLifter-IP geschlagen hat:
Tagesspiegel (Potsdamer Neueste Nachrichten)
Pressemitteilung der Bundestagsabgeordneten Cornelia Behm
4. Delcon gründet mittelständische Unternehmens-Cluster
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Im Jahre 2004 wurde die DELCON Deutsche Luftfahrt Consult GmbH gegründet. Sie beschäftigt sich vordergründig mit Consulting-Aufgaben für die Luftfahrt, beispielsweise mit der Vernetzung regionaler Flughäfen. Zugleich bereitet sie aber auch die Gründung eines Netzwerks aus mittelständischen Unternehmens-Clustern vor.
Jeder dieser Cluster soll eine der Komponenten des Großluftschiffs HGZ 129 M entwickeln (wir berichteten im Newsletter 02/2004), jedoch zugleich sein Know-how in anderen Branchen vermarkten, so dass er von dem Vorankommen des Luftschiff-Projekts existenziell unabhängig ist.
Diese Clustergründung schreitet voran. Neben der Vorbereitung weiterer Gründungen hat der Cluster DELCON GmbH & Co. Werkstoff-AFoS KG seine Arbeit aufgenommen. Die involvierten Firmen sind mit der Entwicklung und Herstellung von AFoS (Aluminium Foam Sandwich) beschäftigt, einem neuen, leichten und sehr belastbaren Werkstoff für die Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie, aber auch für die Schifffahrt. Ein erster Auftrag ist bereits abgesichert, weitere Interessenten testen zurzeit die Verwendbarkeit des neuen Materials.
5. Tropical Island: Geschäftszahlen wie erwartet unbefriedigend; Neuer Chef
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Nach dem mehr oder weniger planmäßigen Weggang von Colin Au als Geschäftsführer des Tropical Island Ressorts stellte sich Ole Bested Hensing als neuer Geschäftsführer vor. Er tritt sein Amt offiziell am 1. November an. Zuletzt leitete er das Erlebnisbad in Oranienburg (Oberhavel) und konnte dort wohl die Verluste stark verringern. Hensing soll bis zum Jahr 2007 schwarze Zahlen für Tropical Island erreichen. In diesem Zusammenhang wurden auch erstmals Besucherzahlen genannt. So sollen bis Ende September 784 000 Besucher den Freizeitpark besucht haben. Für das erste Geschäftsjahr, das bis Ende Januar 2006 geht, rechnet er mit einer Million Gästen. Bedeutend weniger als die ursprünglich prognostizierten 1,5 bis 3 Millionen.
Dank neuer Marketingkonzepte will Hensing im Jahre 2007 schwarze Zahlen erreichen. Dies dürfte auch notwendig sein, da das deutlich negative wirtschaftliche Ergebnis des Tropenparks bereits spürbar die Bilanz des Mutterkonzerns Tanjong belastet und ins Gerede des malaysischen Kapitalmarkts gebracht hat.
Unser Verein hat von Anfang an die ehrgeizigen Besucherprognosen von Colin Au bezweifelt. Wir sind der Überzeugung, dass Brandenburg besser gefahren wäre, wenn es den ursprünglichen Verwendungszweck der CargoLifter-Werfthalle unterstützt hätte, anstatt unter krasser Missachtung zahlreicher planungsrechtlicher und energiewirtschaftlicher Vorschriften die Einrichtung des Tropenparks zu forcieren.
6. Kunstausstellung thematisiert CargoLifter als "verpasste Gelegenheit"
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Auf eine nach unserer Ansicht wichtige Veranstaltung möchten wir ganz besonders hinweisen. Der Brandenburgische Kunstverein Potsdam e.V. zeigt unter dem Kuratorium von Sabine Winkler vom 13. November bis 18. Dezember eine Ausstellung unter dem Titel "Verpasste Gelegenheit - Symptome der Überforderung", bei der das Leitthema großteils anhand des Phänomens CargoLifter erarbeitet wird.
http://verpasste-gelegenheit1.sabine-winkler.com/index.html
Hier ein kurzer Ausschnitt aus der Konzeptbeschreibung:
"Exemplarisch für die gescheiterten Großprojekte Brandenburgs wird das Cargo Lifter Projekt als Modell einer verpaßten Gelegenheit präsentiert, das innerhalb eines Systems verpaßter Gelegenheiten positioniert wird. Wiedervereintes Deutschland, symbolisiert durch das Phänomen Cargo Lifter, und EU-europäische Reformideologiepragmatik repräsentieren den gesellschaftspolitischen Kontext der verpaßten Gelegenheiten. Gesellschaftspolitische Zusammenhänge, aber auch der subjektiv private Bereich verpaßter Gelegenheiten, Sehnsüchte nach dem imaginären besseren Anderen oder Möglichen, und deren Folgewirkungen in Bezug auf alltägliche Konditionierungen sollen durchforscht werden. Handelt es sich um Symptome der Überforderung, vorprogrammierte Unmöglichkeiten, um Flucht ins Imaginäre, oder politisches Kalkül? Oder werden verpaßte Gelegenheiten als Resümee des momentanen "So-Seins" mit der Option des "Anders-Sein-Wollens" kombiniert?"
[...]
"War das Cargo Lifter Projekt eines der wenigen Modelle, die als gesamtdeutsche Identitätsmöglichkeit und Projektionsfläche funktionieren hätte können? Der Cargo Lifter als ein partizipatorisches Projekt, in das 70.000 Kleinaktionäre die Erwartung setzten ein soziales und ein ökonomisches Feld etablieren zu können. Ist somit der Cargo Lifter nicht ein Symbol des gescheiterten Versuchs der "verpaßten Gelegenheit eines anderen Deutschlands"? - im Sinne einer Formulierung von Slavoj Zizek. Das Phänomen der 70.000 Kleinaktionäre wird durch 3 in Auftrag gegebene neue Arbeiten (Silvia Beck, Shahram Entekhabi, Judith Siegmund) thematisiert. Mittels differenzierter künstlerischer Ansatzpunkte und Fragestellungen wird versucht, sich dem gesellschaftlichen Kontext sowie sozialen und subjektiven Beweggründen einiger Aktionäre exemplarisch anzunähern. Sind Aktionäre TeilhaberInnen von Gelegenheiten, um keine zu verpassen - welcher Habitus, persönliche und gesellschaftliche Haltungen, Erwartungen, Vorstellungsbilder etc. werden da transportiert, in: beeing an Aktionär. Oder ist der Cargo Lifter eine Neuauflage des Repräsentationssymbols Zeppelin, ein nationales Symbol, ein einheitsverkörperndes Identifikationsobjekt/-projekt? War die Zeit nach der Wende und eine Region im ehemaligen Osten Voraussetzung für die Euphorie und den Glauben an die wirtschaftliche Umsetzungsmöglichkeit dieses romantischen Großprojektes?"
Einer der drei oben genannten Künstler, der Deutsch-Iraner Shahram Entekhabi, hat sich eine Aktion einfallen lassen, die besonders öffentlichkeitswirksam sein dürfte, wenn viele Menschen zum Mitmachen bewegt werden können:
"Shahram Entekhabi wird 470 CargoLifter Aktien erwerben - was der Anzahl der bei der CargoLifter Insolvenz entlassenen Beschäftigten entspricht. Diese CargoLifter Aktien bilden die Vorlage für gefaltete Papierflieger, die im Brandenburgischen Kunstverein aufgehängt werden.
Ein Depotauszug, der den Besitz von diesen 470 CargoLifter AG Aktien dokumentiert, wird gerahmt und in die Installation der Papierflieger integriert. Der zweite Teil von Shahram Entekhabis Konzept zu seinem CargoLifter Projekt besteht in der Gestaltung einer Seite einer brandenburgischen Zeitung. Die von ihm ersteigerten CargoLifter Aktien dienen dabei als Hintergrundfläche für Bedienungsanleitungen um verschiedene Papierflieger zu falten.
In Shahram Entekhabis Arbeit werden 470 arbeitslos gewordene Angestellte der CargoLifter AG durch unterschiedliche Aktien-Papierflieger repräsentiert. Anonyme Positionen in abstrakten Zahlensystemen - Entlassungen, die den Wert der Aktien steigern können - oder wie im Fall von CargoLifter die Folge der Insolvenz sind."
Herr Entekhabi bittet auf seiner Internetseite www.entekhabi.org/htm/head_in_the_clouds.html, eine von dort herunterzuladende Schmuckaktie auszudrucken, zu einem Papierflieger zu falten und einzuschicken. Wir bitten alle CargoLifter-Befürworter sehr herzlich, diese Aktion zu unterstützen und sich daran zahlreich zu beteiligen.
Bitte beachten Sie, dass die Zeit hierfür schon etwas drängt, denn die Ausstellungseröffnung findet bereits am 12. November um 19:30 Uhr in Potsdam (Brandenburgerstr. 5, D-14467 Potsdam) statt und die Papierflieger müssen ja erst in die Installation eingearbeitet werden.
Wir würden uns freuen, wenn Sie die Ausstellung auch persönlich besuchen und dadurch Ihr Interesse am Thema CargoLifter zeigen würden.
Gefördert wird die Ausstellung durch: Stiftung Kunstfonds, Stadt Potsdam, Österreichisches Bundeskanzleramt: Kunst, Botschaft der Republik Estland
7. Arbeitsweise der Insolvenzverwalter unter öffentlicher Kritik
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Mit Genugtuung haben wir zur Kenntnis genommen, dass wir mit unserer kritischen Einstellung zu dem Gebaren der Insolvenzverwalter im Allgemeinen und zu Prof. Mönning im Besonderen nicht alleine stehen. Das Handelsblatt hat zwei sehr kritische Artikel veröffentlicht - Tenor: Abwickeln und kassieren. Auch die Insolvenzgerichte werden hart kritisiert, weil sie ihre Aufsichtsfunktion nicht wahrnehmen:
03.08.2005
Das schmutzige Geschäft mit Pleiten
Von Jan Keuchel, Handelsblatt
(Acrobat Reader V5 erforderlich)
oder
http://www.zukunft-in-brand.de/286.html
29.04.2005
Sie können nicht mal Bilanzen lesen
Von Christop Lixenfeld
oder
http://www.zukunft-in-brand.de/211.html
8. Kurs der CargoLifter-Aktie spielt verrückt
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Wir bekommen in letzter Zeit wieder regelmäßig Anfragen zu den Aktien der CargoLifter AG. Lohnt es sich, diese zu kaufen / zu verkaufen? Sind die Aktien noch etwas wert? Was soll ich mit meinen Aktien tun? Deshalb hier eine etwas ausführlichere Antwort dazu, die auch unter den FAQs auf unserer
Webseite nachzulesen ist:
http://www.zukunft-in-brand.de/clfaq.html
Mit dem Insolvenzantrag gilt eine Firma (in diesem Fall: Aktiengesellschaft) handelsrechtlich als "aufgelöst". Das heißt unter Anderem, dass keine Hauptversammlungen mehr stattfinden. Die Verwaltung des Vermögens und die Vertretung nach außen obliegt dem Insolvenzverwalter. Der Insolvenzverwalter (IV) hat die Aufgabe,
- eine Reorganisation (Sanierung) zu prüfen, oder
- das Unternehmen oder Teile davon zu verkaufen, oder
- die Vermögensgegenstände best möglich zu verwerten
und damit die Gläubiger zu befriedigen.
Es kann also trotz Insolvenz (das heißt ja nur, dass die fälligen Verpflichtungen nicht aus den liquiden Mitteln beglichen werden können) durchaus sein, dass das Unternehmen fortgesetzt werden kann oder dass die "liquidierten" Vermögenswerte die Verbindlichkeiten übersteigen, somit die Gläubiger zu hundert Prozent befriedigt werden können und noch etwas für die Aktionäre übrig bleibt. Gerade bei CargoLifter betrugen die Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags knapp unter 20 Mio. Euro, während allein das Grundeigentum noch im Jahr zuvor mit 87 Mio. Euro bewertet worden war. Bei ausreichend gutem Willen aller Beteiligter wäre nach unserer Auffassung eine befriedigende Lösung durchaus möglich gewesen.
Da das Verwertungsergebnis also nicht von vornherein feststeht, bleiben die Aktien an der Börse notiert, bis die Gesellschaft aus dem Handelsregister gelöscht wurde.
Mit welchem Kurs sie dort notiert werden, hängt einzig und allein davon ab, was an der Börse für die Aktien geboten wird und zu welchem Preis sie abgegeben werden. Es gibt gewisse Marktteilnehmer, die spekulieren gezielt mit sog. "Pennystocks", fachen in Internet-Foren irgendwelche abenteuerlichen Gerüchte an, schieben sich die Aktien zunächst gegenseitig zu, wobei der Kurs ansteigt, und locken damit andere Teilnehmer, die sich nicht so auskennen oder die die Gelegenheit einfach nutzen, ebenfalls am Handel mit den nahezu wertlosen Papieren teilzunehmen. Auf ein vereinbartes Signal hin werfen die Zocker ihre Papiere, deren Wert sich inzwischen vervielfacht hat, alle auf einmal auf den Markt, streichen satte Gewinne ein und lassen die "Lemminge", wie sie sie nennen, mit ihren Verlusten zurück. Gegen diese Manipulationen gibt es leider kaum eine Handhabe.
Im Fall von CargoLifter haben wir und auch Dr. von Gablenz Vieles versucht, aber in der Brandenburger Wirtschaftspolitik - und der Gläubigerausschuss (GA) ist politisch besetzt - gibt es offenkundig eine starke emotionale Voreingenommenheit gegenüber CargoLifter, die mit Vernunft nichts mehr zu tun hat. Trotzdem wird von unserer Seite weiter daran gearbeitet, dem IV und dem GA juristisch relevantes Fehlverhalten nachzuweisen und auch, eine Gläubigerversammlung zu organisieren. Für den Fall, dass es da doch noch Fortschritte gibt, würden wir uns wünschen, dass die Aktien in den Händen jener bleiben, die sie damals dem Unternehmen selbst abgekauft haben (vorbörslich, beim Börsengang sowie bei Kapitalerhöhungen) und sich nicht bei irgendwem sammeln, bei dem sie nicht sein sollten. Beim aktuellen Kursniveau lohnt es sich auch kaum, die damals erworbenen Stücke zu verkaufen und deshalb tun dies die meisten Cargolifter Altaktionäre auch nicht, was uns immer wieder versichert wird.
Die neue CargoLifter-Firma - CL CargoLifter GmbH & Co KGaA - ist rechtlich völlig unabhängig von der CargoLifter AG i.I. Dadurch ist sie dem Einfluss des Insolvenzverwalters entzogen. Das bedeutet aber auch, dass Geschäftserfolge der "CargoLifter neu" nicht zu einer Wertsteigerung der börsennotierten Aktien der CargoLifter AG i.I. führen. Daher dürften die neuen Aktivitäten keinen Einfluss auf den Kurs der börsennotierten CargoLifter-Aktien haben.
Zusammenfassend: Theoretisch dürften die neuen Aktivitäten keinen Einfluss auf den Kurs der börsennotierten CargoLifter-Aktien haben. Zocker nutzen die positiven Nachrichten und die Unkenntnis vieler CL-Aktionäre aber aus, um Kurssteigerungen zu provozieren und abzusahnen.
Am besten ist es, das Treiben zu ignorieren!
9. Forum; Webseite; Vereinsadresse
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Sie haben sich für den Newsletter auf unserer Webseite eingetragen oder wurden von uns nach einer Kontaktaufnahme Ihrerseits in den Verteiler aufgenommen. Leider können wir den Newsletter nicht mehr so häufig herausgeben wie früher, da die Arbeiten an unserem regelmäßig erscheinenden Mitgliederbrief die entsprechenden Kapazitäten beanspruchen. Eine Mitgliedschaft im Verein sichert ihnen den Zugang zu diesem häufiger erscheinenden und meist umfangreicheren Mitgliederrundbrief. Sie können sich jedoch zum Thema CargoLifter aktuell informieren auf unserer Homepage www.zukunft-in-brand.de; ganz besonders ist hier das Forum zu erwähnen.
[... Hier stehen im Newsletter die Informationen zum Kontakt mit uns ...]
Für die Unterstützung unserer Arbeit gibt es auch die Möglichkeit,
- zu spenden (steuerlich nicht abzugsfähig): http://www.zukunft-in-brand.de/help.html
- in unserem Merchandising-Shop Textilien und weitere Waren mit unserem Emblem zu erwerben, um "Flagge" zu zeigen: http://www.zukunft-in-brand.de/mshop.html
- in unserem Mitgliedershop (nur für Vereinsmitglieder) interessante Artikel zu CargoLifter und die LTA-Technologie zu erwerben: http://www.zukunft-in-brand.de/shop.html
10. Aufruf zum Beitritt zur Initiative Zukunft in Brand
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Die so genannten "Kleinaktionäre" (besser: Privataktionäre) haben es immer sehr schwer, ihre Interessen einzubringen oder gar durchzusetzen, selbst dann, wenn ihre Gruppe die Mehrheit in der Hauptversammlung bildet. Oder wann hat man je einen typischen Privataktionär als Mitglied des Aufsichtsrats gesehen? Das Problem ist, dass die vielen Privataktionäre normalerweise keine Möglichkeit haben, sich untereinander im Vorfeld einer Hauptversammlung abzustimmen, um sich auf einen gemeinsamen Vorschlag für einen Vertreter oder einen Gegenantrag zu einigen und diesen dann geschlossen zu vertreten. Die Datenschutzbestimmungen verhindern, dass ein Aktionär, der die Mitaktionäre für die Unterstützung einer Initiative gewinnen möchte, die Anschriften seiner Mitaktionäre erfahren kann.
Anders ist dies, wenn sich die Aktionäre in großer Zahl zu einem Verein zusammenschließen. Innerhalb des Vereins können Vorschläge jederzeit eingebracht und diskutiert werden und wenn genügend Aktionäre im Verein organisiert sind, bekommen die Organe des Vereins auch die entsprechende Beachtung und das Gewicht, um Aufsichtsräte oder Sachvorschläge durchsetzen zu können.
Die etablierten Aktionärsschützervereine (SdK, DSW) helfen, die Interessen der Privataktionäre auf den Hauptversammlungen zu vertreten. Sie konzentrieren sich jedoch überwiegend auf den finanziellen Aspekt einer Aktienanlage und fühlen sich außerdem im Wesentlichen für alle Aktiengesellschaften zuständig, an denen Privatanleger beteiligt sind. Für strategische und Technologie fördernde Beteiligungen, wozu CargoLifter für die meisten Anteilseigner zählt, sind sie unseres Erachtens nicht die adäquate Vertretungsmacht.
Für die Aktionäre der CargoLifter AG hat sich die Initiative Zukunft in Brand als Aktionärsverein etabliert. Leider erst nach Eintreten der Insolvenz, aber gerade hierbei ist es wichtig, ihre Stimme nicht untergehen zu lassen.
So hat der Verein 75 Fälle von Betroffenen der Zahlungsaufforderung des Insolvenzverwalters vom 8.8.2002 an Wandelanleihe-Zeichner gebündelt und gemeinsam einem Rechtsanwalt übergeben, um so das Honorar auf viele Schultern zu verteilen. In der Folge kam es zweieinhalb Jahre später zu einer Rückzahl-Aktion des Insolvenzverwalters an alle Betroffenen, allerdings nur zum Nominalwert. Ca. 25 Betroffene klagen derzeit mit unserer Unterstützung auf volle Erstattung, einschlißelich Zinsen und Prozesskosten.
Weiterhin hat der Verein eine anwaltlich ausgearbeitete Beschwerde gegen die Amtsführung des Insolvenzverwalters beim Aufsicht führenden Insolvenzgericht eingereicht und finanziert, die allerdings ohne eigene Nachforschungen des Gerichts abgewiesen wurde.
Der Verein hat unter seinen 540 Mitgliedern eine Portospendenaktion durchgeführt, um möglichst alle CL-Aktionäre anschreiben zu können.
Wir haben eine Umfrage unter den Mitgliedern durchgeführt, die wichtige Wegweisungen an die "CargoLifter neu" zur Investitionsbereitschaft der Aktionäre liefert.
Wir betreiben ein Internet-Forum zum Meinungsaustausch aller interessierten Beobachter von CargoLifter. Ein spezieller Bereich zu dem nur Mitglieder Zutritt haben, ermöglicht den Austausch von Ideen, Vorschlägen und Meinungen unter den Mitgliedern, mit dem Vereinsvorstand und mit den Gremien der "CargoLifter neu".
Wir werden auch weiterhin Einfluss nehmen auf Politik, Wirtschaft, Presse und Gesellschaft, um die Erinnerung an den "Fall CargoLifter" wach zu halten und auf mehr Innovationsbereitschaft im Leichter-als-Luft-Sektor zu dringen.
Wir werden Einfluss nehmen auf die "CargoLifter neu", um den Interessen und Wünschen der CargoLifter-Aktionäre eine Stimme zu geben.
Künftig werden wir uns auch verstärkt um Bildungs- und Aufklärungsarbeit bemühen und Lehreinheiten erstellen.
Für all diese Initiativen brauchen wir auch weiterhin und verstärkt zahlende und auch mitarbeitende Mitglieder.
Auch über Ihren Beitritt würden wir uns freuen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 30 Euro jährlich. Auf unserer Internet-Seite http://www.zukunft-in-brand.de/mitmachen.html
finden Sie alles, was Sie zu einem Beitritt brauchen.
Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand der Initiative Zukunft in Brand e.V.
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